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ASP – Kollisionsschutz beim Seitenladerfahrzeug

Mehr Sicherheit – weniger Kosten

Autarkes Fahrerassistenzsystem für den Rückraum und Ladebereich.

Moderne Seitenladerfahrzeuge werden in immer mehr Städten zur Abfallentsorgung eingesetzt. Gerade beim Rückwärtsfahren muss der Fahrer ohne Einweiser technisch unterstützt werden, um den Rückraum und den Ladebereich aktiv abzusichern. Mit dem Smart-3D-Sensor bietet ifm ein System an, welches nicht nur Kollisionen im Rückraum vermeidet, sondern den seitlichen Ladebereich absichert.

Üblicherweise ist bei der Leerung von Abfalltonnen ein kleines Team unterwegs: Neben dem Fahrer sind weitere Personen damit beschäftigt, die Tonnen an die Straßenkante zu stellen und später manuell an den Greifer am Heck des Fahrzeugs einzuhaken. Um die Kosten zu senken, setzt man bei den Entsorgungsbetrieben Paderborn auf Seitenladerfahrzeuge. Der Unterschied zu herkömmlichen Müllfahrzeugen: Der Greifarm ist seitlich statt hinten angebracht. Der Fahrzeugführer manövriert das Müllfahrzeug parallel zum Gehweg an die Tonne, die zuvor dort von den Anwohnern platziert wurde. Der Greifarm fasst die Tonne selbstständig, hebt diese zur Entleerung und setzt sie selbstständig wieder auf dem Gehweg ab.

Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) ist ein Eigenbetrieb der Stadt Paderborn mit rund 150 Mitarbeitern.

Vorteil:
Statt mehrerer Personen ist nur noch eine Person, nämlich der Fahrer, erforderlich. Das spart Personal und hält die Abfallentsorgungsgebühren für Stadt und Anwohner niedrig.

Kollisionsschutz

Dieser Ein-Mann-Betrieb ist allerdings problematisch beim Rückwärtsfahren, zum Beispiel in Stichstraßen: Konnte früher einer der Kollegen als Einweiser fungieren, ist der Fahrzeugführer nun auf sich allein gestellt. Auch der Vorgang des seitlichen Behälterladens birgt Gefahren, sei es durch Fußgänger, Radfahrer oder einfach nur neugierige Kinder, die in den Gefahrenbereich gelangen können. Deshalb wurde an den Fahrzeugen ein technisches System installiert, welches eine Alternative zum Einweiser darstellt und auch von den Berufsgenossenschaften als Alternative akzeptiert wird.

Dr.-Ing. Dietmar Regener, stellvertretender Betriebsleiter Abfallwirtschaft, ASP-Paderborn: „Das System ist in der Lage, unsere Fahrer bei der Rückwärtsfahrt zu unterstützen, das heißt, der Fahrer wird frühzeitig gewarnt, wenn sich jemand dem Fahrzeug nähert. Der große Vorteil dieses Systems ist, dass es nicht nur warnt, sondern das Fahrzeug sogar stoppt, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagieren sollte. Darüber hinaus bietet das System noch einen weiteren Vorteil: Wir überwachen nicht nur den Rückraum, sondern auch den Vorgang des Behälterladens. Und da ist es genau wie beim Rückwärtsfahren so, dass das Fahrzeug den Bereich überwacht, den Fahrer warnt und, falls der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert, den Behälterleerungsvorgang stoppt, so dass es erst gar nicht zu einer Gefahrensituation kommt.“

Mobiltauglicher Smart-3D-Sensor von ifm

Das O3M-System von ifm warnt vorausschauend vor Gefahren und kann aktiv in das Fahrgeschehen eingreifen. Dabei ist die komplette Intelligenz im Sensorgehäuse integriert und kann in wenigen Schritten mittels einfacher Bediensoftware parametriert werden. Somit bietet ifm eine preiswerte Lösung für mehr Sicherheit und unterschiedlichste Fahrzeugarten an. Kernstück dieses Systems ist ein im Sensorgehäuse integrierter 3D-Kamerachip des Automatisierungsspezialisten ifm. Diese Kamera erzeugt mittels PMD-Technologie ein 3D-Bild, welches für jeden Bildpixel einen exakten Abstandswert liefert. Die Auswertung dieser Bildinformationen erfolgt ebenfalls durch vorgegebene Algorithmen im Smart-3D-Sensor selbst.

Anhand verschiedener Parameter lässt sich der Sensor auf verschiedene Einbau- und Betriebssituationen parametrieren. Sobald eine drohende Kollision erkannt wird, gibt der Sensor entsprechende Signale aus – optisch zur Visualisierung für den Fahrer, aber auch Stoppsignale, beispielsweise an die Fahrzeugsteuerung.

Fazit

Der Smart-3D-Sensor ist ein autarkes Assistenzsystem, welches den Fahrer unterstützt, indem es Kollisionen zuverlässig verhindert.

Dazu Dr.-Ing. Dietmar Regener: „Wir haben mittlerweile ein System im Test, dass wir seit mittlerweile 3 Monaten im Einsatz haben. Die ersten Ergebnisse dazu sind sehr gut. Sowohl wir von Seiten der Betriebsleitung sind überzeugt von den Systemen als auch die Fahrer, die sagen, es behindert uns nicht in der Tätigkeit, sondern im Gegenteil, es unterstützt uns. Deshalb haben wir gerade beschlossen, ein weiteres System beim zweiten Seitenlader zu kaufen und das System eben auch bei den anderen Fahrzeugen einzusetzen“.

Damit bietet ifm eine preiswerte Lösung, die automatisierte Sicherheit schafft und zugleich Personalkosten senkt.