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Digitalisierung in der Industrie

Die Früchte der Digitalisierung. So schaffen digitale Technologien neue Jobs

Die Digitalisierung verändert Lebensbereiche wie Freizeitgestaltung, Konsumverhalten sowie die Arbeitswelt. Während auf der einen Seite mehr als 50.000 IT-Experten-Jobs in Deutschland unbesetzt sind, müssen auf der anderen Seite etwa 3,4 Millionen Menschen lernen umzudenken. Keine Frage, die Arbeitswelt ist erneut im Wandel. Chancen und Risiken warten gleichermaßen darauf „angepackt“ zu werden.

Verschiebungen und Neuausrichtungen unterschiedlicher Positionen sind in dieser Situation unumstritten. Unternehmen und Bundesregierung sprechen von großen Chancen, die die Digitalisierung für Arbeitnehmer in Deutschland bietet. Und die deutsche Wirtschaft boomt. Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist so gering wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr.

Vorbehalte, dass die Arbeit durch Roboter und Computeralgorithmen ersetzt werden könnte, gibt es. Aber ist die Situation nicht vielmehr eine Einladung, den Wandel mitzugehen und die eigene Rolle darin zu finden?

Auch in dieser „4. Industriellen Revolution“ scheint Stillstand keineswegs ratsam: Nach Angaben des Branchenverbandes gibt es in der Kommunikationstechnik aktuell nur noch 20.000 Arbeitsplätze. Zum Vergleich: Mitte der 1990er-Jahre waren es zehnmal so viele. „Wir haben in nur fünfzehn Jahren 90 Prozent der Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren – durch die Digitalisierung“, fasst Bitkom-Präsident Achim Berg zusammen.

Vom Maschinenethiker bis zum Security-Manager

Das sieht Hartmut Hirsch Kreinsen, Wirtschaftsprofessor an der TU Dortmund, ganz anders: Die Arbeitswelt wird sich ändern und ist zweifellos im Wandel, aber die pauschale Aussage, dass die Digitalisierung zu massiver Arbeitslosigkeit führe, sei weithergeholt.  Durch die „4. Industrielle Revolution“ entstünden schließlich auch neue Jobs, die wir heute zum Teil noch gar nicht kennen. Hirsch Kreinsens These untermauern auch Zahlen der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

Demnach sorgt der digitale Wandel für einen kräftigen Schub: Mit 45.000 zusätzlichen Jobs in der IT- und Telekommunikationsbranche wurde 2017 der historisch stärkste Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. So sind neue Tätigkeitsbereiche wie zum Beispiel der Beruf des Security-Managers, der sich mit der unternehmensinternen IT-Sicherheitsarchitektur auseinandersetzt, oder Big-Data-Scientists besonders gefragt.

Experten sind überzeugt, dass neue Stellen nicht nur im klassischen IT-Umfeld entstehen. Im Zuge des autonomen Fahrens zum Beispiel soll es künftig auch sogenannte Maschinenethiker geben, die entscheiden, welchen Regeln selbstfahrende Autos folgen sollen.

„Chancen muss man nicht nur erkennen, man muss sie ergreifen“

Die mitunter wichtigste Voraussetzung für diesen Trend sehen Fachleute in intelligenten Produkten und Innovationen sowie neuen Geschäftsmodellen, die durch die Digitalisierung erst ermöglicht werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen größenunabhängig in Digitaltechnologien investieren, erklärt Berg. Sie müssen sich zum einen agil entwickeln und zum anderen ihre Mitarbeiter an die Hand nehmen sowie die Bedürfnisse des „vernetzten Kunden“ in den Fokus rücken.

Digitalisierungsprofis sehen vor allem kleinere und mittlere Betriebe im Zugzwang. Das haben trotz Vorbehalten und Anfangsschwierigkeiten auch die Firmen erkannt, wie die Bitkom-Umfrage zeigt: Denn trotz der empfundenen Bedrohung durch die Digitalisierung stellt für 86 Prozent der Befragten die Industrie 4.0 eher eine Chance als ein Risiko dar, so das Ergebnis der Umfrage.

Doch das bloße Bewusstsein für die Potenziale der Digitalisierung reiche nicht aus: „Chancen muss man nicht nur erkennen, man muss sie ergreifen“, appelliert Berg. Und genau da liegt die Herausforderung.
Wer erfolgreich sein will, braucht Digitalisierungsstrategien. Vom Andersdenken bis zum erforderlichen Know-how qualifizierter Mitarbeiter: Die Bandbreite an Strategien, mit denen man der Digitalisierung begegnen kann, ist groß. Experten zufolge bedeutet die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle einen Schlüssel zum Erfolg. Doch für neue Innovationen bedarf es analysierbarer Daten, um am Markt des „Internet of Things“ (IoT) mitzuhalten.

Die Rolle der Daten

Auf die Industrie übertragen bedeutet dies: Durch ausgewertete Maschinendaten, den Einsatz von Sensoren und die Echtzeit-Verarbeitung von riesigen Datenmengen können neue Geschäftsmodelle entstehen. Mit den daraus gewonnenen Informationen können Unternehmen aller Branchen wiederum ihre Wertschöpfungsketten verbessern und ihre Prozesse optimieren.
Um genau das zu ermöglichen, unterstützt zum Beispiel die ifm-Unternehmensgruppe mit ihren industriellen Automatisierungstechnologien wie Sensoren, Steuerungssystemen und Kommunikationslösungen andere Firmen als sprichwörtliches „Bindeglied“ in der digitalen Wertschöpfungskette.

So können Industriekunden etwa mit den entwickelten Sensoren Daten generieren und daraus wichtige Informationen ziehen. Diese helfen wiederum, frühzeitige Schäden an Maschinen zu erkennen oder Folgemängel zu vermeiden.

Darüber hinaus bietet der Technologieanbieter im B2B-Bereich Komplettlösungen an – einschließlich der Projektplanung und -umsetzung, erzählt Dr. Thomas May, Mitglied des Vorstandes von ifm. Bei aller technischen Abstraktion legt das Traditionsunternehmen viel Wert auf die Nähe zum Kunden: „Jedem Kunden stehen wir persönlich zur Seite – egal, wo auf der Welt und in welcher Sprache“, so May. Bezeichnend: Der serviceorientierte Sensorspezialist wurde als Arbeitgeber bereits mehrfach ausgezeichnet.

Die Chance ergreifen

Auch wenn die Angst, dass Maschinen den Menschen ersetzen könnten, vermutlich so alt ist wie die Geschichte der Maschinisierung selbst: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schließlich zeigte schon die dritte industrielle Revolution mit dem Fortschreiten der Automatisierung, dass ein Wandel neue Chancen schaffen kann.

Die Voraussetzung für neue Chancen ist, dass Unternehmen im Sinne ihrer Mitarbeiter ihr Potenzial erkennen, es nutzen und mithilfe von Daten intelligente Produkte und Services entwickeln, die auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten sind.

Das schaffte auch ifm: Die Unternehmensgruppe, die Automatisierungstechnologien rund ums Messen, Steuern und Regeln entwickelt, produziert und vertreibt, beschäftigt mehr als 6.700 Mitarbeitern in 70 Ländern – vom ABAP-Entwickler bis zum Forecastplaner. Ein weiterer Beweis, dass digitale Technologien nicht nur diverse Tätigkeitsprofile verändern, sondern auch zahlreiche neue Jobs hervorbringen.