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Schutzrohre für Temperatursensoren
Hohe Drücke, hohe Strömungsgeschwindigkeiten sowie aggressive oder abrasive Medien stellen besondere Anforderungen an die Temperaturmessung im Prozess. Schutzrohre schützen den Temperatursensor zuverlässig vor mechanischen und chemischen Belastungen und ermöglichen einen Sensortausch sowie eine Kalibrierung während des laufenden Betriebs. Besondere Vorteile bieten Schutzrohre in Tankanwendungen, da der Tankinhalt bei Sensortausch nicht entleert werden muss.
ifm bietet eine große Auswahl an Schutzrohren, auch als Tauchhülsen bekannt, für den hygienischen und industriellen Einsatz.
Gerätetausch ohne Stillstände
Schutzrohre trennen den Temperatursensor zuverlässig vom Prozessmedium. Dadurch kann der Sensor bei Bedarf einfach ausgetauscht werden, auch während des laufenden Betriebs oder bei einer Kalibrierung.
Schutz des Temperatursensors
Schutzrohre bewahren den Temperatursensor vor mechanischen, thermischen und chemischen Belastungen. Dadurch wird die Betriebssicherheit erhöht und die Lebensdauer des Sensors verlängert.
Robust für anspruchsvolle Umgebungen
Die robuste Ausführung der Schutzrohre erlaubt den Einsatz unter hohen Drücken sowie in aggressiven oder abrasiven Medien. Dies sorgt für eine lange Lebensdauer auch bei anspruchsvollen Prozessbedingungen.
Applikationsspezifische Ausführungen
Für industrielle und hygienische Anwendungen steht eine große Auswahl an Schutzrohren zur Verfügung. Unterschiedliche Prozessanschlüsse und Einbaulängen ermöglichen eine optimale Anpassung an die jeweiligen Prozessbedingungen.
Vollmetall-Schutzrohre bestehen aus einem massiven Edelstahlkörper ohne Schweißnähte. Durch die kompakte Bauweise erreichen sie eine sehr hohe Druckfestigkeit und eignen sich besonders für Anwendungen mit hohen mechanischen und thermischen Belastungen sowie für kritische Prozessbedingungen.
Mehrteilig verschweißte Schutzrohre setzen sich aus mehreren miteinander verschweißten Komponenten zusammen. Sie werden bevorzugt bei geringer bis mittlerer Prozessbelastung eingesetzt und sind eine gute Lösung für viele Standardanwendungen.
Abbildung rechts:
links Vollmetall-Schutzrohr, rechts mehrteilig verschweißtes Schutzrohr
- Prozessanschluss
- Metallrohr
- Metallspitze
Der Einsatz eines Schutzrohres hat Einfluss auf die Ansprechzeit der Temperaturmessung. Durch die zusätzliche Hülle zwischen Prozessmedium und Sensor verlängert sich die Ansprechzeit im Vergleich zu einer direkten Messung im Medium.
Dieser Effekt lässt sich jedoch gezielt minimieren. Entscheidend sind eine passende Kombination aus Temperatursensor und Schutzrohr sowie eine gute thermische Ankopplung. Insbesondere der Einsatz von Wärmeleitpaste verbessert den Wärmeübergang zwischen Sensor und Schutzrohr und reduziert die Verzögerung deutlich.
Exemplarisch gilt für die Kombination aus Temperatursensor und Schutzrohr in Bezug auf die Ansprechzeit (T09):
- ca. 20 Sekunden, bei Verwendung von Wärmeleitpaste
- ca. 40 Sekunden, ohne Verwendung von Wärmeleitpaste