Team Malizia und ifm geben technische Partnerschaft bekannt
Die ifm-Unternehmensgruppe und das internationale Offshore-Rennteam Malizia unter der Leitung von Skipper Boris Herrmann geben ihre technische Partnerschaft bekannt. Der Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt auf der Weiterentwicklung datengestützter Technologien für den Offshore-Rennsport.
Quelle: © Antoine Auriol I Team Malizia
Das Team Malizia und der deutsche Spezialist für industrielle Automatisierung ifm haben eine technische Partnerschaft geschlossen, die den Fokus auf Innovation und Leistung im Offshore-Rennsport legt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stattet ifm die neueste IMOCA-Rennyacht des Teams Malizia mit hochmodernen Sensoren aus, die Echtzeitdaten zu den wichtigsten Bordsystemen liefern. Das Ziel besteht darin, die Leistungsoptimierung und die Sicherheit auf See zu fördern sowie die Leistungsfähigkeit der Sensorik von ifm zu demonstrieren. Die Partner demonstrieren gemeinsam, dass eine präzise, stabile und zuverlässige Datenerfassung und -verfügbarkeit selbst unter extremen Bedingungen möglich ist.
Der Bau der IMOCA-Yacht des Teams Malizia befindet sich derzeit in der Endphase, und das Schiff soll Ende Juni vom Stapel laufen. Die Sensorsysteme werden bereits installiert und sollen kurz nach dem Start unter realen Bedingungen getestet werden. Das System umfasst verschiedene Arten von Sensoren, die an verschiedenen Stellen des Bootes installiert sind. Sie messen eine Vielzahl von Parametern. Eine wichtige Applikation sind Drucksensoren, mit denen sich die Wassermenge in den Ballasttanks präzise überwachen lässt. Dies ist ein entscheidender Faktor, da er sich unmittelbar auf die Balance und die Leistung des Bootes auswirkt.
Quelle: © Flore Hartout I Team Malizia
„Wir haben festgestellt, dass die Segler bei den vorderen und hinteren Ballasttanks Leistungsvorteile erzielen können, wenn sie nicht das gesamte Tankvolumen nutzen. Da sie genau wissen, wie viel sich im Tank befindet, können sie diese Menge für eine optimale Leistung abstimmen“, sagt Jesse Naimark-Rowse, technischer Berater des Teams Malizia.
Eine weitere wichtige Entwicklung ist der Einsatz der innovativen Radarsensoren von ifm. Mithilfe dieser Technologie kann das Team Malizia die Flughöhe über Wasser und die Höhenlage seines neuen IMOCA-Boots überwachen. Die Option, mehrere robuste und präzise Radarsensoren auf der Foil-Plattform zu nutzen, könnte dem Team einen erheblichen Leistungsschub verschaffen. „Da die IMOCA-Boote immer schneller werden und unter immer vielfältigeren Bedingungen gesegelt werden können, sind die Datenerfassung und die Analyse des Segelverhaltens entscheidende Faktoren“, erklärt Jesse Naimark-Rowse. „Der Zugang zu innovativer Technologie, wie dem ifm-Radarsensor R1D100, in Verbindung mit der kompetenten technischen Unterstützung durch die ifm-Teams während der Integrationsphase, ist ein echter Meilenstein.“
Derzeit werden weitere Sensoranwendungen in andere Bordsysteme integriert. Für die kommenden Jahre sind weitere Entwicklungen geplant. Dazu gehören die Bereiche Energiemanagement, Nachhaltigkeit und Sicherheit.
Dazu zählen die Bereiche Energiemanagement, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Die Daten werden direkt im Bordsystem vorverarbeitet. Dadurch ist eine zuverlässige Übertragung selbst in den entlegensten Winkeln der Welt und unter extremen Bedingungen bei Offshore-Regatten möglich. Dies zeigt, dass Teams an Land auch in extrem abgelegenen Gebieten nicht nur Zugriff auf Echtzeitdaten, sondern auch auf aktive Analysen haben.
Quelle: © Flore Hartout I Team Malizia
Die Segler profitieren an Bord von präzisen Echtzeitdaten, die ihnen helfen, die Leistung des Bootes besser zu verstehen und zu optimieren. Der kontinuierliche Datenstrom liefert dem Landteam wertvolles Material für die Nachbesprechung und Analyse nach dem Rennen. So kann es die Leistung und Zuverlässigkeit der IMOCA bewerten und bereits mit der Entwicklung von Verbesserungen beginnen, noch bevor das Boot den Hafen erreicht hat.
Im Rahmen der technischen Partnerschaft wird das Rennprogramm von Team Malizia in den kommenden Jahren unterstützt, darunter „The Ocean Race Atlantic 2026“, „The Ocean Race 2027“ sowie die Vorbereitungen für die „Vendée Globe 2028“. Diese Zusammenarbeit liefert unter realen Extrembedingungen wertvolle Erkenntnisse für die kontinuierliche sportliche Weiterentwicklung des Teams Malizia. Zudem stellt sie einen weiteren wichtigen Schritt zur nachhaltigen Stärkung der technologischen Führungsposition von ifm dar.
Über Team Malizia:
Das Team Malizia ist ein internationales Offshore-Segelteam, das vom deutschen Segler Boris Herrmann geleitet wird. Das Team nimmt an den weltweit größten Offshore-Regatten teil und nutzt diese einzigartige Plattform, um die Faszination des Segelsports zu vermitteln und Menschen zu entschlossenem Klimaschutz zu inspirieren. Sowohl der Slogan als auch das Logo vereinen beide Facetten ihrer Identität: „A Race We Must Win – Climate Action Now!“ begleitet vom Rad der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf den Segeln der IMOCA-Rennyacht.
Die Kampagne des Teams stützt sich auf vier Hauptsäulen: Segeln, Wissenschaft, Bildung und Partnerschaften. Der Erfolg jeder dieser Säulen hängt von den anderen ab. Team Malizia leistet Aufklärungsarbeit, indem Klimadaten aus den Ozeanen gesammelt und mithilfe eines Bildungsprogramms in elf Sprachen die Öffentlichkeit sowie Kinder über wissenschaftliche Themen und den Klimawandel informiert werden. Darüber hinaus arbeitet das Team mit Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und Institutionen zusammen, um Veränderungen zu bewirken und ihre Mission voranzutreiben.