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Unsere PMD-Abstandssensoren der OGD-Reihe haben sich in der Praxis bereits als vielseitige Problemlöser bewährt. Die optischen Sensoren liefern auch unter herausfordernden Bedingungen stabile und präzise Ergebnisse.

Erfahren Sie jetzt mehr über die entscheidenden Stärken der OGD-Sensoren von ifm. Wir erklären Ihnen die Funktionsweise der Reflexionsgrad-Bestimmung sowie der Lichtlaufzeitmessung und erläutern an Praxisbeispielen, wie Sie diese Vorzüge für sich nutzen können.

Was ist der Reflektionsgrad?

Der Reflektionsgrad besagt, wie viel Prozent des auf eine Fläche fallenden Lichtstroms reflektiert werden. Je heller eine Oberfläche ist, umso höher ist auch der Reflexionsgrad: Weiße Wände reflektieren bis zu 85 Prozent des Lichts, eine helle Holzverkleidung noch bis zu 35 Prozent.

Welche Vorteile hat die Lichtlaufzeitmessung gegenüber der herkömmlichen Triangulationssensorik?

  • Die OGD-Sensoren messen Entfernung per PMD-Technologie, ein Lichtlaufzeitverfahren, das Objekte deutlich zuverlässiger erkennt, als beispielsweise CMOS-Sensoren. Diese Stärke zeigt sich insbesondere in Grenzbereichen schwach reflektierender schwarzer oder glänzender Oberflächen. Während die Sensoren der OGD-Reihe ein Objekt noch immer erkennen, liefern CMOS-Sensoren kein Ergebnis mehr.
  • Auch mehrfarbige Objekte wie beispielsweise Spanplatten oder Fleischstücke werden dank PMD-Technologie sicher erkannt
  • Dank Hintergrundausblendung und Laserlicht arbeiten die OGD-Sensoren auch bei Störeinflüssen im Umfeld, wie Bewegungen und Spiegelungen äußerst zuverlässig.
  • Die Sensoren erfassen Objekte auch unter extremen Ausrichtungswinkeln, während Triangulationssensorik im Winkel von ca. 90° auf das Objekt ausgerichtet sein muss.

Welche Vorteile bieten die OGD-Sensoren gegenüber Standardsensorik?

  • Da der doppelte Montage- und Verdrahtungsaufwand für Sender und Empfänger (oder Reflektor) beim OGD entfällt, reduziert sich der Gesamtkostenaufwand deutlich.
  • Die Fensterfunktion, ein individuell definierbarer Bereich, in dem Objekte erfasst werden sollen, ermöglicht die Verarbeitung verschieden großer Objekte mit einem Gerät. Selbst bei wechselnden Produktionslinien entfällt eine Neukonfiguration der Sensorik.

OGD Long Range in der Praxis: Förder- und Verpackungsindustrie

Einsatzbeispiel 1:
Überprüfung der korrekten Verklebung von Paketen

Der OGD Long Range registriert über den Reflektionswert, ob das versandfertige Paket per Klebestreifen ordnungsgemäß verschlossen wurde. Per IO-Link lässt sich ein entsprechendes Signal ausgeben, um verschlossene Pakete dem weiteren Versandprozess zuzuführen. Auch transparente Klebestreifen werden vom Sensor zuverlässig erfasst.

Bitte beachten, dass der Reflektionswert durch Abweichungen von Materialen oder Winkeln stark schwanken kann. Somit sind Versuche unter realen Einsatzbedingungen und eine 90°-Ausrichtung auf das Target zu empfehlen

Einsatzbeispiel 2:
Zweistufige Förderband Stopp-Funktion

Bei der Realisierung einer Förderband-Stopp-Funktion am Ende eines Bandes spielt der OGD seinen Vorteil der Hintergrundausblendung aus. Reflektionen der metallischen Rollen beeinträchtigen den Sensor nicht, der auch Objekte verschiedener Farben zuverlässig erfasst. Der erste Schaltpunkt löst eine Geschwindigkeitsreduzierung des Bandes aus. Hat das Objekt den zweiten Schaltpunkt erreicht, wird das Band gestoppt.

Der Vorteil: Der OGD reduziert die Kosten für Anschaffung, Montage und Verdrahtung, da er zwei Geräte, die für eine Lichtschranke erforderlich wären, ersetzt. Zudem ist er in nahezu jeder Montagesituation einsetzbar, da er schräg auf das Band ausgerichtet werden kann.

Einsatzbeispiel 3:
Anwesenheitsüberwachung von Dichtungen in Deckeln

Der OGD stellt fest, ob Verpackungsdeckel mit einer Dichtung versehen sind. Per Reflektionswert kann er zudem verschiedenfarbige Dichtungen erkennen. So kann in Abfüllanlagen das Risiko von Chargenausfällen durch Produktverderb verringert werden.

Parametrierung im laufenden Betrieb per IO-Link, für wechselnde Produktionslinien möglich

Lebensmittelindustrie

Einsatzbeispiel 1:
Objekterfassung entlang des Produkthandlings

Auch bei ungünstigen Lichtbedingungen erfasst der OGD Objekte zuverlässig. Selbst reflektierende oder knitternde Materialien, wie Folien, die zudem oftmals in bunter oder dunkler Ausführung zum Einsatz kommen, entgehen dem OGD Long Range nicht.

Verschmutzungen auf der Linse erkennt der Sensor per Reflektionswert über IO-Link und signalisiert eine notwendige Reinigung. So werden fehlerhafte Messungen reduziert und die Prozesssicherheit steigt.

Meist wird in der Lebensmittelindustrie IP69K und der Einsatz von Kunststoff statt Glas im Einsatzbereich der Verarbeitungsprozesse gefordert. Der OGD hat IP67 und eine Glaslinse, kann jedoch durch die hohe Reichweite zur Lösung in manchen Anwendungen auch außerhalb des Risikobereiches platziert werden.

Einsatzbeispiel 2:
Fertigungsüberwachung und Produktbewertung

In der Lebensmittelverarbeitung überwacht der OGD Long Range die Handhabungstechnik. Gleichzeitig kann er zur Produktbewertung eingesetzt werden. Fleischteile weisen beispielsweise durch Fettschichten und Knochen unterschiedliche Farben und Kontraste auf und können daher hinsichtlich Qualität und Produktmaß bewertet werden.

Metallbearbeitung und Maschinenbau

Einsatzbeispiel 1:
Füllstandkontrolle von flüssigen, ölhaltigen Medien

Füllstände von grobdispersen oder nicht vollständig lichtdurchlässigen Flüssigkeiten, wie Öle oder (schaumfreie) Kühlschmiermittel lassen sich mit dem OGD Long Range erfassen. Der Sensor erfasst die Distanz zur Oberfläche, wodurch der Füllstand im Behälter exakt ermittelt werden kann.

OGD Precision in der Praxis: Error-Proofing

Einsatzbeispiel 1:
Qualitätssicherung in laufender Fertigung

Der OGD Precision führt präzise und zuverlässig Inline Qualtity-Checks durch, bei denen die korrekte Position, Lage und Qualität kleiner glänzende oder schwarzer Bauteile, z.B. O-Ringe oder Zahnräder geprüft wird.

Montagefehler, etwa nicht eingesetzte O-Ring-Dichtungen ab 5mm dicke, werden erkannt. Durch diese Fehlerdetektion innerhalb der laufenden Produktion und vor abschließenden Qualitätschecks wird das Risiko kostspieliger Folgeschäden, wie Anlagenstillstände oder Chargenausfälle minimiert. Gleichzeitig trägt der Inline-Quality-Check zur langfristigen und effizienten Qualitätssicherung bei. Denn je früher Fehler entdeckt werden, desto geringere Folgekosten sind damit verbunden und desto eher können Nachbesserungen vorgenommen werden.

Bei schräger Ausrichtung ist allerdings der Reflexionswert des OGD nicht mehr zuverlässig, da zu wenig Licht reflektiert werden könnte

Robotik und Handhabungstechnik

Einsatzbeispiel 1:
Qualitätssicherung in der vollautomatisierten Fertigung

In der vollautomatisierten Herstellung elektronischer Geräte ist es entscheidend, präzise und zuverlässig das Vorhandensein und die korrekte Montage von Teilen aus verschiedenen Winkeln zu sichern. Sensorgestützte Kontrollen finden etwa in der Produktion von weißer Ware oder elektronischen Bauteilen, wie Leiterplatten und weiteren elektronischen Geräten statt.

Produktübersicht - Abstandsensoren

Zuverlässige optische Abstandserfassung mit hoher Reichweite

Die optischen Sensoren der OGD-Baureihe liefern auch unter herausfordernden Bedingungen stabile und präzise Ergebnisse.