Glückaufhaus Geschichte

 
 
Einiges zur Geschichte des Hauses

Bürohaus, 20er-Jahre-Architektur, erbaut 1922/23

Das Bürohaus „Glückauf“, entstanden zwischen 1922/23 nach Plänen des Planungsdezernenten Ernst Bode, ist ein typisches Beispiel für die Architektur der 20er-Jahre und war lange ein Wahrzeichen für den industriellen Wandel in Essen. Klassizistische und expressionistische Vorbilder prägten den monumental gestalteten Ziegelmassivbau. Er entstand im Rahmen einer in Essen in den 1920er Jahren stark ausgeprägten Tendenz zur Formung baublockgroßer Komplexe. Trotz der Veränderungen (Fenster, Verputz des strukturierten Betonsockels, Lichthof) sind gestalterische Details expressionistischer Herkunft erhalten geblieben, wie sie in Essen kaum ein zweites Mal existieren. Diese finden sich am Eingangsbereich Rüttenscheider Straße: Tür, Deckengestaltung mit Lampen, Wandgliederungen aus geometrisch gesetzten Ziegelsteinen und in einer Nische die lebensgroße Figur eines Hüttenarbeiters von Joseph Ensling, die auf die einstmals bedeutende Rolle Essens als Stahlmetropole hinweist.

Quelle: Kulturlinie 107

Kurzbezeichnung: Glückaufhaus

Lage: Rüttenscheider Str. 002 / Friedrichstr. 001
Stadtbezirk I / Stadteil Essen-Südviertel
Art u. lfd. Nummer der Denkmalliste: Baudenkmal 0234
Eintragungsdatum: 19.09.1988

Merkmale:
Bürohaus auf winkelförmigem Grundriß 1922/23 nach Entwurf des städt. Beigeordneten Erbe (RhAD 27.05.1988) oder des städt. Beigeordneten Bode errichtet. (Vgl.: Neue Bauten der Stadt Essen. Düsseldorf 1927). Der monumental gestaltete Backsteinbau schließt sich in seiner Formensprache an klassizistische und expressionistische Vorbilder an. Er entstand im Rahmen einer in Essen in den 1920er Jahren stark ausgeprägten Tendenz zur Formung baublockgroßer Komplexe: Deutschlandhaus, ehem. Börse (=Haus der Technik), ehem. Stadtsparkasse, Baedekerhaus, Lichtburg etc.. Trotz der Veränderungen (Fenster, Verputz des strukturierten Betonsockels, Lichthof) sind an dem Bauwerk gestalterische Details expressionistischer Herkunft erhalten geblieben, wie sie in Essen kaum ein zweites Mal existieren. Diese Details finden sich am Eingangsbereich Rüttenscheider Straße: Tür, Deckengestaltung mit Lampen, Wandgliederungen aus geometrisch gesetzten Ziegelsteinen und die in einer Nische aufgestellte Figur von Enseling.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001